Angst um dein Baby – Erschaffe eine sichere Spielumgebung.

Sep 7, 2022 | Baby, spielen | 0 Kommentare

Jede Mutter kennt wahrscheinlich solche Gedanken wie:

  • Wo klettert es wohl gerade rauf?
  • Wo zieht es sich denn überall hoch?
  • Muss ich es die ganze Zeit verfolgen?

Ganz bestimmt kennst du auch das Gefühl, zu gar nichts mehr zu kommen. Und da so viele Elternteile mit diesem Thema kämpfen, ist es mir ein Herzensanliegen, zu helfen, den Stress im Alltag zu reduzieren und eine sichere Spielumgebung für dein Kind zu schaffen.

Heute möchte ich dir 3 Tipps nennen, welche dir mehr Zeit für dich selbst gibt und dir außerdem die Sorgen um dein spielendes Kleinkind nimmt.


Inhaltsverzeichnis


Viele Eltern haben Probleme damit einzuschätzen, wie viel sie ihren Babys zutrauen können. Sie wissen nicht, was ihr Kind selbstständig machen kann und was vielleicht für sie gefährlich sein könnte. Das liegt daran, dass sie oft den Entwicklungsstand nicht richtig einschätzen können. Vielleicht geht es dir selbst auch manchmal so.

Um eine sichere Spielumgebung zu schaffen, habe ich hier 3 Tipps für dich:


1. Beobachte dein Kind in einem Spielumfeld, das auf die Fähigkeiten deines Kindes abgestimmt ist.

Überlege dir, was dein Kind jetzt braucht, um die kommenden 30 Minuten vertieft und alleine spielen zu können. Nimm dich einmal zurück und beobachte dein Kind aus ein wenig Abstand. Schau ihm einfach mal bei dem zu, was es mit deinem vorbereiteten Angebot macht. Hast du es gut auf die Bedürfnisse abstimmen können?Oder findet dein Kind nicht ins Spiel, weil das Spielangebot nicht passend ist. Macht dein Kind, ist es bereits mobil, vielleicht Dinge, wie das Erklimmen des Sofas, kannst du dir auch zu 99% sicher sein, dass es von dort auch wieder alleine herunter kommt.

Du kannst dein Baby beim heruntersteigen aber auch unterstützen, hierzu habe ich etwas in einem anderen Blogbeitrag geschrieben, diesen kannst du hier lesen: (Link einfügen)Wichtig ist es, dass das Kind selbst lernt, die Situation zu bewältigen und nicht, dass alles von den Eltern gelöst wird.Du solltest deinem Kind immer die Chance geben, es alleine zu schaffen. Wenn du dies nicht tust, kann es sein, dass dein Kind sich immer nur auf dich verlässt und sich so nicht richtig entwickeln kann.Außerdem stärkt es das Selbstbewusstsein deines Kleinkindes, wenn es Dinge alleine löst. 

Was du aber aus der Situation lernen solltest, dein Kind braucht unbedingt ein grobmotorisches Spielangebot, das so sicher ist, dass du dein Kind auch dabei alleine lassen kannst, es sich aber gezielt auspowern kann. Dies vermeidet Stress im Alltag.


2. Sichere Alltagsbewegung

Auch ist es wichtig, dass sich dein Kleinkind im Alltag ausreichend bewegt. Wichtig dabei ist aber ein sicheres Spielumfeld, in dem es seinen Bewegungsdrang ausleben kann. Kann das Kind nämlich seinen Bewegungsdrang in einem gelenkten Rahmen ausführen, wird es keine Bewegungen machen, welche für es “gefährlich” sein könnten. Durch den sicheren Rahmen kann sich dein Kind sicher in seinem eigenen Tempo entwickeln.

2 konkrete Beispiele für dich:

Ein ganz junges Baby, wird in seiner Bewegung von einem großen Spiegel von Anfang an motiviert aktiv sich zu bewegen. Als Unterlage im Spielbereich eignet sich eine feste Unterlage, z.B. eine Yogamatte. sichere SpielumgebungEin bereits mobiles Baby oder Kleinkind liebt es überall im Raum verteilt Spielmaterial nach einem wohl überlegten Schema vorzufinden. Zwischen den Spielstationen ist so automatisch Bewegung.


3. Genügend Abstand für eine sichere Spielumgebung

Am meisten verletzen sich Kinder, wenn sie in direkter Nähe von Mama und Papa sind. Deshalb ist es wichtig, dass du immer ein bisschen Abstand zu deinem Kleinkind hast. Dies gilt auch, wenn es gerade ein neues Umfeld entdeckt und ausprobiert. 

Mein Tipp hier ist: 

Versuche bei Kindern, die gerade einen neuen Entwicklungsschritt erlernen, z.B. Sitzen, Krabbeln, Stehen, Gehen, dass sich keine harten Kästchen oder Spielmaterialien im Umfeld befinden. Nicht geeignet bei motorisch instabilen Kindern, da hart und stabil, so schaffst du eine sichere Spielumgebung.

Geeignet für Kinder die in einer unsicheren motorischen Entwicklungsphase sind, da weich und nachgiebig. Evtl. würde ich den Katzen-Massage-Roller hinaus geben. Du solltest natürlich immer in der Nähe sein, um, falls nötig, eingreifen zu können. 

Der Abstand dient dazu, dem Kind die Möglichkeit zu geben, sich frei an neue Dinge heranzutasten und dies in eigenem Tempo zu machen. So lernt es nämlich, sich auf sich selbst zu verlassen und bekommt außerdem Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten. So wird dein Kind in seinem Selbstbewusstsein gestärkt und traut sich auch mehr zu. Natürlich ist es hier auch wichtig, den Moment richtig einschätzen zu können und alles im richtigen Rahmen zu halten. 


Diese drei Tipps helfen dir und besonders deinem Kleinkind, sich im richtigen Tempo weiterzuentwickeln. 

Wenn du dir gerne noch mein Video zu dem Thema ansehen möchtest, kannst du das hier tun:

Hast du auch schon meinen Blogbeitrag zum kindlichen Spiel gelesen? Dieser hilft dir auch dabei dein Kind und dessen Wachstum besser zu verstehen. Diesen findest du hier.

 

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Hallo, ich bin Iris!

Gründerin von SPIELVERSPRECHEND®, erfahrene Erzieherin und Mama mit Leib und Seele. Meine Erfahrungen mit der Montessori-Pädagogik, dem PEKiP-Konzept und der Sensorische Integration im Dialog helfen mir zu verstehen, was uns kindliches Verhalten sagen möchte.
Ich liebe es, mein pädagogisches Wissen spielerisch an “meine” Eltern und Kinder weiterzugeben.

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